09.11.2010

Medien-Förderpreis von Wolfgang Poppen geht an eine Lahrerin

"Ich freu mich wie ein Schneekönig", sagt Nadja Morsch. Dazu hat die 25-jährige auch allen Grund. Denn die ausgebildete Mediengestalterin in Digital und Print wurde gerade mit dem Wolfgang-Poppen-Förderpreis ausgezeichnet. LAHR/FREIBURG.Der Preis wird seit dem Jahr 2009 im Rahmen der Begabtenförderung der Stiftung südlicher Oberrhein der Industrie- und Handelskammer (IHK) vergeben. Mit privat gestifteten Preisen werden Auszubildende gefördert und geehrt, die ihre Berufsausbildung mit besonders guten Ergebnissen abschließen. So wie Nadja Morsch. Bei den Abschlussprüfungen erzielte sie 90 von 100 möglichen Punkten. Dass sie besonders gut abschneiden würde, hatte sich schon während ihrer Ausbildung abgezeichnet. Morsch konnte ihre Lehre sogar verkürzen. In nur zweieinhalb anstatt der sonst üblichen drei Jahren hat sie sie beendet – wegen ihrer guten Noten. Nach der Lehre wurde sie von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Janoschka Kippenheim GmbH, direkt übernommen. Der Vertrag läuft allerdings nur ein Jahr lang. Demnächst erfährt Morsch, ob er verlängert wird. "Das wäre natürlich toll. Die Arbeit macht mir viel Spaß. Ich hoffe sehr, dass das klappt", sagt Morsch. Der Wolfgang-Poppen-Preis wurde 2009 ins Leben gerufen. Wolfgang Poppen, der Verleger und Geschäftsführer der Badischen Zeitung, der selbst eine Druckerlehre und ein Studium zum Drucktechniker abgeschlossen hat, entschloss sich, den Preis zu stiften, als er erfuhr, dass es noch keinen Förderpreis für Medienberufe gibt. Mit 5000 Euro ist der Preis dotiert. Drucker, Mediengestalter und Medienkaufleute müssten heute ein vielfältiges und anspruchsvolles Aufgabenspektrum beherrschen und "es schadet den jungen Leuten dabei auch nicht, wenn sie über ihren Tellerrand blicken dürfen", so Poppen. Mit dem Geld sollen die Preisträger "die Möglichkeit erhalten, sich weiterzubilden." Der Förderpreis solle ihnen dabei helfen.


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