07.03.2013

Forscher tüfteln an neuen Printeffekten

Verpackungen, auf denen Produkte plastisch wirken – dies ist ein Szenario des aktuellen Forschungsprojekts "iHAPT" an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. Im Fokus steht ein neuartiges Druck-Prägeverfahren.

Seit März laufen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig die Praxistests zum Forschungsprojekt "iHAPT". Dabei geht es um neue Anwendungen für die Druck- und Verpackungsindustrie. Die Wissenschaftler arbeiten daran, Produkte wie Verpackungen oder Dekorartikel mit neuartigen und realistisch wirkenden Effekten (optisch wie haptisch) herstellen zu können.

Laut Professor Lutz Engisch geht es darum, neue Produkteigenschaften und technisch beherrschbare Prozesse zu entwickeln sowie deren Einbettung in bestehende Abläufe zu planen: "Wir arbeiten an einer völlig neuartigen Produktkategorie: In Zukunft könnten Verpackungen, Geschenkpapier oder Servietten schon im Planungsprozess und beim Ausdruck so realistisch wirken, dass man einen räumlichen Eindruck bekommt. Dann sind nur noch schwache Prägungen nötig, um einen optisch wie haptisch realistischen Eindruck zu erzielen."

Grundlage des Vorhabens ist die Entwicklung der Laserdirektgravur, die die Herstellung von Prägewerkzeugen effektiver macht und den Einsatz neuer Werkstoffe ermöglichen soll. Das Projekt "iHAPT - Entwicklung eines neuartigen, kombinierten Druck-Präge-Verfahrens für die Herstellung hochqualitativer, semihaptischer Strukturen" ist das erste Forschungsprojekt des 2012 gegründeten Institutes iP3 Leipzig. Es läuft noch bis Mitte 2014 und wird von der Sächsischen Aufbaubank gefördert. F

orschungspartner ist der Druck- und Prägeformenhersteller Sächsische Walzengravur mit Sitz bei Chemnitz, der für die praktische Umsetzung verantwortlich ist. Technologiepartner ist Dr. Wirth Gravursysteme aus Frankfurt/Main. (ila)


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