13.02.2013

Haptik in 3D

Bild mit freundlicher Genehmigung von Dr. Wirth.

3D Workflow hapticCell.

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen gefördert.

Janoschka entwickelt ein neues Komplettsystem für die Herstellung von haptischen und semihaptischen Strukturen. Die Kombination von modernsten Direktlaser-Gravursystemen, innovativer topografischer Scann-Technologie sowie die Verwendung von neuster 3D RapidPrototyping-Technolgie ermöglicht eine vollkommen neue Produktdimension. In Zusammenarbeit mit dem Institute for Printing, Processing and Packaging (iP3 Leipzig) der HTWK Leipzig (University of Applied Science) und dem Janoschka Innovationszentrum bei der Sächsischen Walzengravur/SWG in Frankenberg, Deutschland, wird ein neuartiges Komplettsystem für den Bereich der Verpackungs- und Dekorindustrie erarbeitet.

Grundlage ist ein bei der SWG neuentwickelter Workflow für die Druck- und Prägegravur, der durchgehend auf digitalen 3D-Daten basiert (hapticCELL).

Kern des Systems ist die Verwendung von deckungsgleichen Druckdaten mit einem räumlichen Eindruck und von hochaufgelösten 3D-Prägedaten. Damit lässt sich der visuelle Eindruck von Prägung deutlich erhöhen und zugleich bekommen die Druckdaten durch die Prägung einen „lebendigeren“ Anschein. Mittels einer speziellen Software und eines topografischen Scann-Systems werden die Daten für die Form und für Farbe getrennt erzeugt und anschließend an Computer zu einem Bild kombiniert, so dass beim Betrachten des Bilds ein dem Original entsprechender räumlicher Eindruck entsteht.

Auf Grund der hohen Qualität des 3D Eindruckes lässt sich diese Verfahren auch als Proof für die späteren realen Produkte einsetzen. Anschließen kann man die Daten ohne großen Aufwand zur Erstellung von realen haptischen Oberflächen nutzen. Dabei kommen die innovativen Technologien des RapidPrototypings/“3D-Druckes“ zum Einsatz. Somit kann im Design- und Entwicklungsprozess einer Verpackung oder einer Dekoranwendung schon zu einem frühen Zeitpunkt ein Produkt hinsichtlich der Haptik und der optischen Eigenschaften getestet und validiert werden. Dies garantiert einen hohen Zeit- und Wettbewerbsvorteil.

Die im Prozess erzeugten Daten lassen sich für die Herstellung von Druck- und Prägeformen verwenden. Die finale Herstellung der Präge- und Tiefdruckzylinder erfolgt anschließend mit modernsten Laser-Direktgravuresystemen. Mit einem Laserstrahl mit einem Durchmesser von ca. 1/100mm werden die Daten direkt in die Oberfläche der Prägezylinder graviert. Durch die sehr feinstufige Steuerung der Laserintensität ist es möglich, eine hohe Detailtreue des Motivs in nahezu allen dreidimensionalen Struktur-Varianten zu erreichen.

Gestützt durch mehrere wissenschaftliche Arbeiten am iP3 Leipzig wird dieser Gesamtprozess ständig weiterentwickelt und optimiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den eingesetzten Substraten. Ziel ist es, die hohe Auflösung der Gravuren und die Detailgenauigkeit der Daten möglichst verlustfrei in die jeweiligen Substrate (Kartons, Folien usw.) zu übertragen.

Für weitere Infos wenden Sie sich an Dr. Lutz Engisch, Janoschka Chief Innovation Officer.  






Related News